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über Josef Hoffmann

JOSEF HOFFMANN (1870 – 1956)

Josef Franz Maria Hoffmann wurde am 15. Dezember 1870 in Pirnitz, Österreich-Ungarn, geboren. Als Sohn wohlhabender Eltern standen Josef Hoffmann schon früh alle Möglichkeiten offen: Hoffmanns Vater wünschte sich seinen Sohn als Jurist. Josef Hoffmann wollte allerdings lieber etwas Technisches lernen, woraufhin Hoffmanns Eltern ihn auf die Staatsgewerbeschule in Brünn schickten – zum technischen Studium.

Josef Hoffmann arbeitet für einige Jahre beim militärischen Bauamt in Würzburg. Wenig später studiert Hoffmann an der Akademie der bildenden Künste in Wien – unter Karl von Hasenauer und Otto Wagner.

Hoffmanns Architekturstil wird später von einem einjährigen Aufenthalt in Süditalien geprägt: die würfelartigen Häuser mit den glatten Fassaden und flachen Dächern haben den jungen Josef Hoffmann sehr beeindruckt.



1899 wurde Hoffmann Lehrer an der Wiener Kunstgewerbeschule und gründete vier Jahre später, gemeinsam mit Koloman Moser die „Wiener Werkstätte“. Sein erstes eigenes großes Werk baute Josef Hoffmann 1906 mit dem Sanatorium in Pukersdorf. Hoffmann schloss sich 1907 dem Deutschen Werkbund an und gründete 1912 den Österreichischen Werkbund.

Die Zeit der Nazis sieht Josef Hoffmann eher positiv: Hoffmann befürwortet 1938 den Anschluss Österreichs an Deutschland, weil er sich vom Hitlerregime einen Aufschwung der österreichischen Wirtschaft und vor allem der Architektur erhofft. Hoffmann baut in den Kriegsjahren von 1938 – 1945 das Botschaftspalais der deutschen Botschaft in Wien um.

Josef Hoffmann Möbel-Entwürfe zeichnen sich, wie seine Architektur, durch klare, klassische Formen aus. Bekannt sind bis heute insbesondere Hoffmanns innovative „Sitzmaschine“ sowie die „Kubus“-Serie und die Ausstattungen des Sanatoriums Pukersdorf, des Hauses Koller und der Kunstschau von 1908.

Josef Hoffmann starb am 7. Mai 1956 in Wien. Die Stadt hat Josef Hoffmann ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof gewidmet und eine Straße nach ihm benannt.