ISAMU NOGUCHI (1904 – 1988)
Isamu Noguchi wurde am 17. November 1904 als Sohn von Leonie Gilmour, einer amerikanischen Schriftstellerin, und des japanischen Dichters Yone Noguchi in Los Angeles geboren.
Von 1907 - 1918 lebt Isamu Noguchi als Kind in Japan. Mit 14 Jahren geht Isamu Noguchi alleine zurück in die Vereinigten Staaten, um am „Interlaken College“ in Indiana seine Schulausbildung zu machen. Nach dem Collegeabschluss lebt Isamu Noguchi einen Sommer lang bei dem Bildhauer „Gutzon Borglum“, bevor Noguchi 1923 ein Medizinstudium an der „Columbian University“ in New York beginnt. Erst 1924 wird Isamu Noguchi von seiner nach New York zurückgekehrten Mutter zu Abendkursen an der „Leonardo da Vinci Art School“ ermutigt.
Isamu Noguchi gibt zwei Jahre später sein Medizinstudium auf und wird Bildhauer. 1927 bekommt Noguchi ein Stipendium der „Guggenheim-Stiftung“ und lebt und lernt für ein Jahr als Assistent von Constantin Brancusi in Paris.
Später bereist Isamu Noguchi China und Japan: er studiert japanische
Pinselzeichnung und chinesische Töpferei. Zurück in den Staaten
entwirft Noguchi Skulpturen, Denkmäler, Spielplätze und Bühnenbilder am
Theater.
Erst in den 40er Jahren entwirft Isamu Noguchi seine ersten Möbel und
Leuchten. Für „Knoll International“ entwirft Noguchi 1944 die
Tischleuchte „Lunar“ – entstanden aus einer Lichtskulptur aus Papier.
1951 entsteht „Akari“; eine Papierleuchte aus speziell hergestelltem
japanischem Papier. Bis zu seinem Tod wird Isamu Noguchi der
„Akari-Serie“ jedes Jahr einen weiteren Entwurf hinzufügen.
Isamu Noguchis bekanntester Möbelentwurf ist wahrscheinlich der
„Coffee-Table“ von 1945: die Glastischplatte scheint hier auf einer
Skulptur aus Holz zu schweben. Befragt zu seinen Entwürfen sagte Isamu
Noguchi: „Funktion war für mich bloß der Anfang. Mein Ziel ist immer
die Kunst gewesen, in Ihrer Wechselbeziehung zum Leben.“
Isamu Noguchi starb 1988 in New York.




