über Charlotte Perriand

CHARLOTTE PERRIAND (1903 – 1999)

Charlotte Perriand wurde am 24. Oktober 1903 in Paris geboren. Perriand studierte in Paris an der „Union centrale des arts décoratifs“ Innenarchitektur. Charlotte Perriand Lehrherr war Henri Rapin. Perriands erster Entwurf 1927 sicherte ihr gleich die Zustimmung vieler Kritiker: Die ganz aus vernickeltem Kupfer und eloxiertem Aluminium hergestellte „Bar unter dem Dach“ auf dem „Salon d’Automne“.

Noch im selben Jahr, Charlotte Perriand war gerade 24 Jahre alt, begann Perriand im Atelier in Paris 35, rue de Sèvres: zehn Jahre arbeitete sie dort zusammen mit Le Corbusier und Pierre Jeanneret.

Charlotte Perriand entwickelte dort das „Maschinen Zeitalter“-Design mit Entwürfen aus Aluminium, Glas und Stahl. Perriand experimentierte aber auch immer mit traditionellen Materialien und Formen, die sie aus ihrer Kindheit von Möbel der Savoie kannte. Für Le Corbusier wurde Charlotte Perriand über die Jahre zum Mitgestalter des von ihm angestrebten „Erneuerungsprojektes“; dem typischen Rationalismus Le Corbussiers verlieh Charlotte Perriand während der 10-jährigen Zusammenarbeit eine ganz neue, menschliche Dimension.



Während des 2. Weltkrieges lebte Charlotte Perriand in Japan und experimentierte viel mit traditionellen Bambusmöbeln. Perriand schaffte es auf ganz eigene Weise, Jahrhunderte alte, traditionelle Herstellungsmethoden mit dem Design der im Westen zu dieser Zeit angesagten Stahlrohrmöbel zu verknüpfen.

Als Innendesignerin hat sich Charlotte Perriand nie verstanden – obwohl Perriand mit die einzige Frau ist, die es zu dieser Zeit in die stark von Männern dominierte Branche schaffte. Trotz ihrer Erfolge stand für Charlotte Perriand immer der Nutzwert ihrer Entwürfe im Vordergrund: Perriand entwarf Möbel, von denen sie überzeugt war, dass sie irgendwann in jedem ganz normalen Wohnzimmer stehen könnten.

Heute zählt Charlotte Perriand zu den erfolgreichsten Designern ihrer Zeit.

Charlotte Perriand starb, im Alter von 96 Jahren, 1999 in Paris.